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FLEXISCOPE 2 im Einsatz

Aufschneiden war gestern

„Wir entwickeln langlebige Produkte, um Nachhaltigkeit und Qualität zu vereinen.“

Um diesen Leitgedanken weiter voranzutreiben, werden Prozesse bei der Schneider Schreibgeräte GmbH kontinuierlich darauf ausgerichtet. So z.B. in der Produktion von Schreibgerätespitzen. Durch den Zerspanungsprozess entstehen kleine Späne, die sich im feinen Tintenkanalsystem der Spitzen verfangen und später die Schreibqualität des Kugelschreibers beeinflussen können.

Bisher wurden die Kugelschreiberspitzen stichprobenartig aufgeschnitten und inspiziert. Durch den mechanischen Eingriff konnte man jedoch nicht differenzieren, ob die eventuellen Spanrückstände durch den Herstellungsprozess oder durch das Aufschneiden verursacht wurden.

Verborgenes aufdecken

Flexiscope 2 visuelle Inspektion detail

Doch wie sieht man in das Innere eines vielleicht 2 mm feinen, konisch zulaufenden Röhrchens, indem sich die zu inspizierende Stelle direkt in der Spitze befindet? Mit dem FlexiScope 2, einem industriellen Endoskopiesystem von SCHÖLLY, das sich feinsten Gegebenheiten anpasst. Es besteht aus einer stationären Steuereinheit mit angeschlossenem Kamerakopf und Wechselsonden sowie einem Videomonitor.

Leistungsstarke LED Technik sorgt für optimale Ausleuchtung. Die im Inspektionssystem integrierte Kamera erzeugt ein hochauflösendes Bild der feinen Strukturen der Kugelschreiberspitze.

„Wenn man plötzlich seine kleinen Kugelschreiberspitzen auf einem 17 Zoll Monitor vergrößert vor Augen hat und die Strukturen in dieser Dimension auf einen wirken, ist das schon beeindruckend und aufschlussreich“, erklärt Geschäftsführer Christian Schneider. Der Anschluss an einen Videomonitor hat außerdem den Vorteil, dass das Inspektionsergebnis von mehreren Personen gleichzeitig diskutiert und beurteilt werden kann.

Was war ausschlaggebend für das Inspektionssystem von SCHÖLLY?

Flexiscope 2 visuelle InspektionDurch das geringe Gewicht des Kamerakopfes lässt sich die daran befindliche Sonde feinfühlig und akkurat im winzigen Hohlraum steuern. Kleine Sonden bereits ab 0,7 mm Durchmesser machen das System perfekt für die Prüfaufgaben von Schneider.

Im Unternehmen in Schramberg wird nicht nur eine Sorte Kugelschreiber produziert. Es gibt eine Vielzahl an Produkten, die unterschiedliche Kugelschreiberspitzen erfordern. Per Schnellkupplung am Kamerakopf kann das Inspektionssystem sofort mit vielzähligen Sondengrößen ausgerüstet werden und so an die sich wechselnden Anforderungen binnen Sekunden angepasst werden. Das kompakte Inspektionssystem lässt sich zudem durch seine geringe Größe gut in den Produktionsablauf integrieren.

Wie wurde der Prozess Optimiert?

„Für uns ist das FlexiScope 2 zu einem Fehler-Früh-Erkennungssystem geworden“ erklärt Geschäftsführer Christian Schneider. Mögliche Spanrückstände können jetzt unter realen Bedingungen durch zerstörungsfreie Prüfung identifiziert werden. Ein mechanischer Eingriff in die Kugelschreiberspitzen war stets mit dem Risiko verbunden das Ergebnis zu verzerren. Die endoskopische Sichtprüfung mit dem FlexiScope 2 von SCHÖLLY ist bei Schneider ein zusätzliches Prüfkriterium zur Qualitätskontrolle und Qualitätssicherung. Es reduziert außerdem den Zeitaufwand für die Inspektion und sorgt für einen reibungslosen Herstellungsprozess.

Möglicher Ausschuss wird zu einem frühen Zeitpunkt in der Produktionskette erkannt und aussortiert. Dadurch reduziert sich der Gesamtausschuss am Ende der Kette. Aufschneiden war gestern. Der Einsatz des Inspektionssystems unterstützt Schneider dabei nachhaltig zu produzieren und langlebige Produkte auf den Markt zu bringen.

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